Guts- und Parkanlagen in Vorpommern | Imagebroschüre
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Imagebroschüre

Spannende Geschichten über moderne Gutsherren …

Erleben Sie, wie sich beherzte Menschen mit Visionen, Ideen, Konzepten, Mut und Tatendrang in Vorpommern ihren Traum erfüllt haben.

Auf Wunsch senden wir Ihnen gern die Imagebroschüre zu.

Alte Werte und neue Perspektiven …

Vorpommern – eine der bekanntesten Ferienregionen Deutschlands. Jahr für Jahr strömen hunderttausende Neugierige, Erlebnishungrige in die alten Hansestädte, an die Küsten, um die einmalige Vielfalt der Kunst- und Naturschönheiten zu entdecken. Verschiedene Landschaftsformen im kleinräumigen Wechsel prägen den Reichtum Vorpommerns.

 

Zahlreiche Offenlandschaften, typisch für die Region, dienen rastenden Zugvögeln als Nahrungsgebiet, ziehen Naturfreunde aus ganz Europa in ihren Bann. So ist es zunehmend das an Natur- und Kulturschätzen besonders reiche Hinterland, das immer mehr Enthusiasten anlockt. Entdecken Sie die wahren Perlen Vorpommerns, die Herrenhäuser mit ihren dendrologisch oft einzigartigen Parks.

 

Aber nicht alle der einstmals weit über 700 vorpommerschen Guts- und Parkanlagen befinden sich in einem ausgesprochen erfreulichen Zustand. Durch sich verändernde politische Verhältnisse, nach 1945 und 1989, ihrer Funktion enthoben, bieten sie heute viel Freiraum für unterschiedlichste kreative Nutzungen. Die ursprünglich landwirtschaftlichen Objekte sind für kulturelle, gewerbliche und touristische Zwecke ideal geeignet. Seien Sie dabei, erschließen Sie das Kulturerbe für sich!

 

Tourismus – Ankommen, im Schloss und bei sich selbst …

Im südwestlichen Grenzbereich Vorpommerns liegt im Landschaftsschutzgebiet “Landgrabental” das Schloss Zinzow im Stil des Neobarock. Erbaut wurde das Ensemble 1908/09 und befindet sich in einem englischen Landschaftspark aus der Hand eines schwedischen Gartenbaumeisters. Die gesamte Anlage blieb bis 1945 im Besitz des Bauherrn Maximilian Graf von Schwerin und gelangte nach einer zwischenzeitlichen Nutzung durch die Gemeinde 1997 wieder in privaten Besitz.

 

Schon Mitte der 1990er Jahre hatte sich Herr Dr. Vielhaber, inspiriert von der weitläufigen pommerschen Landschaft, um das ehemalige Adelsdomizil bemüht und mit Hilfe der beteiligten vorpommerschen Ämter und Behörden ist dem neuen Eigentümer die fachgerechte und handwerklich hochwertige Sanierung der soliden Bausubstanz erfolgreich gelungen. Honoriert wurde die Mühe durch die Auszeichnung mit dem Bundespreis “Handwerk in der Denkmalpflege”.

Auch das angrenzende Dorf wurde aktiv in den Prozess integriert. Im Schloss befinden sich komfortable Ferienwohnungen; in den Wirtschaftsgebäuden werden Ausstellungen zu den Themenschwerpunkten Kunst und Handwerk geboten. Auch das technische Denkmal “Alte Schnapsbrennerei” aus dem Jahr 1850 wird wieder genutzt.

 

Außerhalb des zehn Hektar großen englischen Parks und der Gebäude kann der Gast der Schlossanlage Zinzow seine Freizeit auf dem Pferd, in der Kutsche, aber auch im Jeep auf einer aufregenden Safari attraktiv gestalten. Mit den Worten Herrn Dr. Vielhabers lässt sich resümieren: “Bezeichnend für die Qualität des Ortes ist die Aussage der Gäste, dass sie sich selbst bei vorhandenen Schlafstörungen wie auf einer Insel fühlen und vollständig abschalten und entspannen können.”

Kultur – Palettengleich, farbenfroh …

Die barocke Guts- und Parkanlage Heinrichsruh wurde, wie der Name andeutet, 1752-56 als Alterssitz vom preußischen Generalpächter, Kriegs- und Domänenrat C. L. Henrici errichtet. Ökonomische Grundlage bot die Glasproduktion in den heute nicht mehr vorhandenen Wirtschaftsgebäuden.

 

Später verarmt, wurde das Gut mit wenig ertragreicher Landwirtschaft betrieben. Herrenhaus, Seitenflügel und Gartenanlage blieben mangels finanzieller Möglichkeiten in den historischen Strukturen erhalten. Als ländliches Jagd- und Lustschlösschen entworfen, erhielt das in Fachwerk errichtete Herrenhaus sieben repräsentative Räume mit Wandgemälden und Leinwandtapeten. Der Garten entfaltet mit seinen Bosketten, den Parterre- und Wasserflächen sowie dem ehemaligen Jagdpark immer noch eine beeindruckende Wirkung.

 

Junge Hochschulabsolventen initiierten 1993 gefährdete Gutsanlagen Vorpommerns mit denkmalpflegerischem Fingerspitzengefühl instand zu setzten und Räume, nicht kommerziell orientiert, für künstlerische Begegnungen, Austausch und Dialoge zu schaffen. Die Idee des Künstlerhauses war geboren. Die Schönheit des Ortes und die daraus resultierende Identifikation vieler engagierter Beteiligter und Förderer belebt nun seit 1997 ein Denkmal von überregionaler Bedeutung. Getragen vom gemeinnützigen Verein können immer mehr fertiggestellte Räumlichkeiten von bildenden Künstlern und Musikern für Proben, Ausstellungen oder Musikaufnahmen genutzt werden.

 

Das Künstlerhaus stellt, als einer von mehreren Orten, kein Einzelbeispiel für den Zustrom von Künstlern nach Vorpommern dar. Eine feste Bindung zur Region ist nicht nur durch die bauliche Aktivität entstanden, sondern auch durch eine Vielzahl kultureller Angebote mit Konzerten, Opern, Ausstellungen und Ateliernutzungen. So steht den zahlreichen, oft weitgereisten Besuchern die Anlage mit Herrenhaus und romantischem Barockgarten zum Besuch weit offen.

Leben – Herrschaftlich wohnen und preußisch arbeiten …

Das Herrenhaus Bauer wurde 1837-1838 vom Greifswalder Kaufmann M. Voss als spätklassizistisches Landhaus errichtet. Bestechend in seiner Gesamtkomposition ist die Klarheit der Form des Gebäudes, die von einem unbekannten Architekten bis ins gestalterische Detail umgesetzt wurde. Als reines Wohnhaus ohne angeschlossenen Gutsbetrieb konzipiert, wurde das Herrenhaus mit einer idyllischen Parkanlage versehen und wird bis heute über die historische Lindenallee erschlossen.

 

In den folgenden Jahrzehnten widerfuhr dem Gebäude eine belebte Geschichte. Doch auch massive bauliche Eingriffe und Bauwerksschäden an Außenhaut und Konstruktion durch Missstände bei der Bauunterhaltung, konnten nicht die Qualität der räumlich massiven Grundstruktur des Objektes zerstören. Dies haben die neuen Eigentümer und Bauherren Dipl.-Ing. Berge und Prof. Dr. Roloff erkannt und in den letzten Jahren kontinuierlich die alte Bausubstanz saniert und für eigene Wohnzwecke ausgebaut. Dabei sind die zentralen, gemeinsam genutzten Räume, wie die Eingangshalle, der Erschließungsbereich, der Gartensaal und der große Saal im ersten Obergeschoss für Veranstaltungen und Seminare vorgesehen. Ergänzt durch einige Gästezimmer, steht den Besuchern ein Teil des neuen Ambientes offen.

 

Ein weiterer Anreiz für Gäste sind mit Sicherheit die verschiedenen Naturkostangebote aus der Bewirtschaftung des privaten Nutzgartens. Raritäten in Kleinstmengen die bei entsprechender Voranmeldung bei der Ensemblevisitation oder einer Kaffeetafel in der Gruppe genossen werden können.

Naturschutz – Begrünte Zeit …

Im malerischen Landgrabental erbaute Ulrich von Schwerin, aus einem der ältesten Grafengeschlechter Pommerns, von 1576-1579 die Burg Landskron. Als Wasserburg aus Back- und Feldstein im Stil der Renaissance konzipiert, überlebte sie den Dreißigjährigen und den Schwedisch-Brandenburgischen Krieg nicht unbeschadet. So war sie nach gut 100 Jahren, beeinflusst von Kriegswirren und schlechter Wirtschaftsführung, schon verfallen. Die Anlage um den ovalen Burgvorplatz bestand aus vier Solitärgebäuden, der rechteckigen Burg, dem Wirtschaftsgebäude mit Torhaus, einer Kapelle und einem als “Küche” bezeichneten Gebäude, das der Verpflegung der Burginsassen diente. Eine Ringmauer mit Wall und Wassergraben sowie fünf kleine Bastionen sicherten die Veste gegen anstürmende Feinde. Zwei Zugbrücken dienten der Erschließung.

 

Seit dem 19. Jahrhundert ist die Anlage ein beliebtes Ausflugsziel. 1852 entstand auf den Grundmauern der “Küche” ein Dorfkrug mit kleinem Saal.

 

Heute ist das ca. vier Hektar große Areal eine der beliebtesten Attraktionen der Region und als Ausflugziel, aber auch wegen seiner verschiedenen Veranstaltungen, gern besucht. In schweißtreibender Arbeit wurde die Burgruine freigelegt und in ihrem Erscheinungsbild aufgewertet. Die Maßnahme ist der Initiative des Fördervereins der Gemeinde Krien und der Bereitstellung von EU-Fördermittel zu verdanken. Ob Besichtigungen, Campen oder Musikveranstaltungen aller Stilrichtungen – das Ensemble wird vielfältig genutzt.

Jagdschloss Quitzin – 800 Jahre gelebte Geschichte …

Das Jagdschloss Quitzin wurde an uralter Siedlungsstelle, auf dem Gewölbe einer alten, von einem Wassergraben umgebenen Burg aus dem 13. Jahrhundert, errichtet. Das von 1607 stammende Renaissancehaus der Grafen Küssow wurde im 18. Jahrhundert zum barocken Jagdschloss umgebaut und erweitert. Aus dem ursprünglichen Barockpark wurde ein romantischer Landschaftspark.

 

Die Familie Küssow erzog und beriet die pommerschen Herzöge und beteiligte sich aktiv am politischen Geschehen Europas. Quitzin beherbergte auch immer wieder den schwedischen König Karl XII., wenn er auf Stipvisite in Vorpommern weilte, auf Durchreise war, oder hier zur Jagd ging. Die Familie von Küssow starb 1824 aus. Der preußische Kammerherr Werner von Veltheim, erwarb von den Erben die Güter Quitzin und Rolofshagen. Ihm folgten seine Söhne Franz und ab 1921 Burghard von Veltheim, der Großvater des heutigen Besitzers, der im Zweiten weltkrieg aktiv am Widerstand gegen die nationalsozialistischen Machthaber teilnahm.

 

Das Jagdschloss Quitzin diente in den ersten Nachkriegsjahren als Flüchtlingsquartier. Später wurde der heutige Jagdsaal für Feierlichkeiten des Dorfes und die kleine Bibliothek als Bar genutzt. Das Kavaliershaus beherbergte zeitweise den Dorfkonsum. 1972 belegte die Zivilverteidigung das Haus, nutzte es als Lager. Das alte Mansarddach wurde abgetragen und durch ein Satteldach aus Wellasbest mit Brettbinderkonstruktion ersetzt. 1989, pflanzte die Forstverwaltung den Park als “Wald” mit Fichten, Erlen und Lärchen zu. Die 150 Jahre alte Kastanienallee sowie ein alter Eiskeller wurden entfernt.

 

In der Wendezeit erwarb der Enkel des letzten Besitzers, Burghard Rübcke von Veltheim, Pfarrer und Landwirt, die Ruine Quitzin von der Gemeinde. Die Familie bewirtschaftet heute wieder einen großen Teil des alten Betriebes. Besonders wichtig – das Ganze nicht losgelöst vom Dorf Quitzin, sondern mittendrin.